„Szelek“ für Cimbalom, Violine und Kontrabass

Grafik: Jan Borchert
Grafik: Jan Borchert

Das Tonmaterial generierte ich aus sogenannten Fibonacci-Modulen. Man erhält die Module, indem man die Fibonacci-Zahlenreihe in andere Zahlensysteme umrechnet. Die Zahlen interpretierte ich als Halbtonschritte und bildete daraus auch einen Teil der Rhythmik. In diesem Stück verwende ich sechs Fibonacci-Module, jeweils zwei sind einem Instrument zugeordnet, also sozusagen »personifiziert«. 

Demgegenüber steht Material, das durch Aleatorik bestimmt ist. Die wohlorganisierten Fibonacci-Module sind eingebettet in Klänge, deren Tonhöhen, Klangfarben und Rhythmik durch Zufallsreihen gesteuert werden.

Wenn ich versuche, ein Bild für das Stück zu finden, kommt mir eine Szene aus dem Film »American Beauty« in den Sinn. In einem der selbst aufgenommenen Videos des Nachbarjungen ist nichts weiter zu sehen als eine Plastiktüte, die im Wind hin und her fliegt. Für ihn, der versucht, mit der Kamera das Leben zu erforschen, ist das die bedeutendste Aufnahme, die er bisher gemacht hat.

»Szelek« ist ein ungarisches Wort und bedeutet »Winde«.

Musik aus Fibonacci-Modulen