2 Kritiken

Tagesspiegel, 06.06.1990

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„…Das Privileg einer Entdeckung blieb dem Konzert für Klarinette, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabaß von Torsten Sense vorbehalten. Traditionsmuster wirken hier wie durchgepaust, um eine Dimension verkürzt. Genres wie Aria oder Scherzo gleichen kurios verfremdeten Abziehbildern. Senses Musik provoziert auf leise Art, indem sie heimtückisch ein Zeitgefühl offenlegt: das einer Welt als Fassade. Vorzüglich gespielt von Robert Mudrinic als Solist und den Streichern des Universal Ensembles unter Gerald Humel sicherte sich diese Uraufführung einhellige Zustimmung im Clubraum der Akademie der Künste.“

Roman Hinke


Berliner Morgenpost, 07.06.1990

„…Das längste, von der Substanz her zugleich gelungenste und ergiebigste Stück des Abends stammte von Torsten Sense.  Sein Konzert für Klarinette und Streichquartett machte schlagartig den Unterschied zwischen beachtlichem Talent und einer wirklicklarinettenq_morgenposth starken Begabung deutlich.
Der 29jährige verfügt offensichtlich über eine immense Phantasie. Er setzt sie erstaunlich vielfältig ein, um diverse, inspiriert vorgetragene, Themen und Tätigkeiten zu entwickeln.
Sie greifen die musikalische Sprache Alban Bergs und Dimitri Schostakowitschs auf. Dabei gelingt es Torsten Sense bereits erstaunlich souverän, die vorgegebene künstlerische Sprache weiterzuentwickeln und zu dem zu finden, was einen Nachwuchskomponisten von Format ausmacht: originelle Einfälle, persönliche Ausstrahlung und wirklich zeitgemäße Klänge.

Wolfgang Schultze

Musik aus Fibonacci-Modulen